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Laurel Aitken: Hits Schlag auf Schlag

Die Tübinger Lokalmatadoren der »Court Jester’s Crew« sahen am Mittwoch aus, als ob für sie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammengefallen wäre: Nicht nur, dass die Ska-Fanatiker es als Vorgruppe problemlos schafften, die Two-Tone-Fans im ziemlich ungemütlich überfüllten Derendinger Kulturzentrum in Stimmung zu bringen und auch bei Laune zu halten – dass die »Court Jester’s Crew« die Ska-Legende Laurel Aitken, den Star des Abends, begleiten durfte, hat die Musiker deutlich sichtbar beflügelt.

Mit Zähigkeit, Energie und vor allem wohl bedingungsloser Liebe zum SkaGenre hat sich die »Court Jester’s Crew« innerhalb einigerJahre vom Noname-Status zu einer nationalen Offbeatgrösse entwickelt.

Als Backing Band von Laurel Aitken erledigten die Jungs ihren Job kompetent und mit stoischer Präzision – Aitken war s zufrieden.

Der »Godfather of Ska« zeigte sich diesmal noch besser aufgelegt und auch lockerer als beim ersten Tübinger Gastspiel, sang Schlag auf Schlag seine Hits. Und im Publikum war zu Sauna-Temperaturen Dauertanzen angesagt: Es war halt eine typische, grosse Ska-Party. (mpg)

Laurel Aitken: Flotte Liedchen, markige Sprüche

Am Anfang sah wieder alles nach einem Flop aus. Nicht nur, dass das »Ska Splash 98« mit satt einstündiger Verspätung begann — am Anfang mit der (guten) Tübinger »Court Jester’s Crew« waren auch kaum 200 Leute da.Aber das zum großen Teil sehr junge Publikum zeigte sich vom Start weg unbedingt trink-, tanz- und amüsierwillig.

Selbst die vergleichsweise komplizierten Offbeat-Strukturen des »New York Ska Jazz Ensembles«, das erst vor kurzem auch im »Sudhaus« ankam, sorgten mächtig für Stimmung.

Und die sieben »Scofflaws« — ebenfalls aus dem »Big Apple« — heizten mit exakt-knackigem Gebläse und einer mindestens ebenso schweisstreibenden wie mitreißenden Bühnenshow die Atmosphäre in der Mensa Wilhelmstrasse noch mehr auf.

So fiel’s gar nicht groß auf, dass der universitäre Freßtempel bis spät in die Nacht höchstens zu einem Drittel voll war. Erst kurz bevor der 71jährige Laurel Aitken auf die Bühne kam, enterten die »Massen« die Mensa: Rund 500 hörten dem in die Jahre gekommenen Sänger und Ska-Produzenten zu. Der war trotz seines reifen Alters noch erstaunlich gut bei Stimme und unterhielt mit flotten Liedchen und markigen Sprüchen die Fans bis um halb zwei Uhr morgens. (-mpg)