Pops Mohamed: Spannende Musik-Geschichten

»Wenn die Menschen nicht verstehen, woher sie kommen, haben sie ein Loch in der Seele«, sagt der südafrikanische Musiker und Musik-Ethnologe Pops Mohamed.

Am Donnerstag gastierte der Multi-Instrumentalist und geniale Geschichtenerzähler zusammen mit seiner Partnerin, der Sängerin und Perkussionistin Zena Edwards, im Tübinger »Sudhaus«.

Das Konzert geriet zur spannenden Lehrstunde in Sachen tradierter afrikanischer Musik: Mohamed, der in seiner Heimat mit Preisen überhäuft wird, zeigte sich als virtuoser Meister auf dem Fingerklavier Mbira, spielte auch die afrikanische Harfe Kora sehr atmosphärisch.

Zena sang nicht nur mit einer ausdrucksvollen, dunkel timbrierten Stimme, sondern unterlegte Mohameds Linien mit einer Vielzahl von (hierzulande) exotischen Klopfinstrumenten.

Besonders fein klang ihr gekonntes Spiel auf den »Water Drums«,  in Wasser eingetauchte Kalebassen, deren Stimmung sich je nach Füllstand verändert. Also: Das war der »real stuff« —längst nicht so einfach zu goutieren wie der »Ethno«-Mischmasch von »Yothu Yindi« tags zuvor, aber wesentlich tiefgründiger und um ein Vielfaches spannender. (mpg)