Schwoißfuaß: Heftiger Jubel für neue „alte“ Schwobarocker

Die neue »zelle« kommt bei den Reutlingern an — und die wiedervereinten »Schwoissfüasse« sowieso. Mit 600 Besuchern war der schmucke Bau in der Albstrasse proppenvoll. Die halbe Szene war auf den Beinen, um den »warm up gig« der Schwobarocker mitzuerleben. Von wegen »warm up«: Mehr als zwei Dutzend alte und ganz neue Songs lieferten Alex Köberlein, Riedel Diegel, Didi Holzner, Andre Schnisa, Michel Stoll, Gottlob Schmid und Bodo Schopf ohne Pause — 165 Minuten »Schwoissfuass« von den Anfängen (wie »Paule Popstar«) bis zur Gegenwart (»I moss hoim«).

Die Musiker, die morgen abend beim »11. Internationalen Tübinger Festival« ab 20.30 Uhr im Zelt an der Reutlinger Strasse spielen, zeigten sich nach anfänglichen Nervositäts- und Tonproblemen in bester Spiellaune; man merkte ihnen an, dass sie nur wegen dem Spass an der Sache wieder zusammen sind.

Die Zuhörer gingen vor allem bei den teilweise neu arrangierten »Schwoissfuass«-Klassikern begeistert mit: Neben einigen Songs von der aktuellen Platte »Rattakarma« gab es ein Wiederhören mit dem »täglichen Wahn« und dem »Rastaman«, der »gesunden Familie«, den »Fremden Zigaretten«, »Jupp vom Tennisclub«, »Dibänga äd night« und anderen »Klassikern« der Band. Klar, dass der Jubel der Fans am lautesten war, als Alex »Oinr isch emmer dr Arsch« anstimmte.

Besonders heftigen Applaus heimste auch Riedel Diegel — früher Gönningen, jetzt Köln — für sein nach wie vor meisterhaftes Mundharmonika-Spiel ein. Genau wie seine Bandkumpels und das »zelle«-Team bekam er das zufriedene Lächeln über die gelungene Premiere an diesem Abend nicht aus dem Gesicht. (mpg)