Mick Pini Band: Hervorragender Bluesrock

Das letzte Konzert im »Adler« absolvierte der britische Bluesrock-Gitarrist Mick Pini vor etwa sechs Jahren; damals spielte der Mann aus Leicester seinen Power-Boogie dermassen eindrücklich, dass dieses Konzert nicht nur dem Tonspion im Gedächtnis blieb.

Am Samstag machte Mick wieder mit Band in Meidelstetten Station — und es lag nur am vergleichsweise mager gefüllten (auf der Alb beginnt jetzt die Grillfest-Zeit) »Adler«, dass nicht noch mehr Stimmung aufkam.

Bei Pini selbst hat sich einiges getan: Wenn die Erinnerung nicht täuscht, hatte der extrem emotional aufspielende Gitarrero vor Jahren zwar zwei Front-Beisser mehr — legte aber diesmal musikalisch noch einen Zahn zu: Schier unglaublich, wie Mick Pini Chorus um Chorus improvisiert, ohne daß seine Licks kopiert oder abgelutscht klingen.

Die Band hält mit: Graham Lacey bedient den Elektrobass federnd und im präzisen Zusammenspiel mit Drummer Will Wilson. Der macht genau wie Organist Julian Grudgins nicht viele Mätzchen, sondern begleitet den Solisten sehr effek-
tiv: Wiederkommen! (mpg)