Blubbery Hellbellies: Blubbernder Country-Punk

Außer Rand und Band war das Publikum beim Auftritt der »Blubbery Hellbellies« in der Reutlinger »zelle«. Gut 150 Besucher bei einem »zelle Konzert sind in letzter Zeit eine Seltenheit, daß die Leute aber schon bei der zweiten Nummer tanzten, ist fast eine Sensation. Die englische Band mußte niemanden zum Mitklatschen auffordern.

Die Musik der »schwabbelnden Höllenbauche« bewegt sich zwischen Hillbilly und Countryrock, vermischt mit Punk- und Blueselementen. Und was das Tempo der Gruppe angeht: Auch das war fast ein »zelle«-Rekord. So schnell und trotzdem exakt gespielt kann man dort selten Musik hören. Dafür war das Konzert aber auch kurz. Der Auftritt dauerte. acht Zugaben eingeschlossen. nur knapp eineinhalb Stunden. Für manchen der ausgiebig Tanzenden war das reichlich .

Die »Hellbellies« boten nicht nur (extrem lauten) akustischen Genuß: Gitarrist Ady Bell trat als Jungpfadfinder auf die Bühne, die anderen in Schottenrock und Ballerina-Kostüm. Eine gewagte Kleidung angesichts des Gruppen-Gesamtgewichts von zusammen gut und gerne 400 Kilo. Komplexe scheinen die trinkfesten Musiker deshalb keine zu haben: »We won’t get thin« hieß es in einer der Zugaben. (mpg)